Amy
über mich



Wir haben Amy auf dem Mittelstreifen des Highways gefunden. Sie lag mit offenem Mund da und hechelte nervös und wusste nicht, was sie machen soll. Viele Straßenhunde geraten in die Mittelstreifenfalle des Highways, denn LKW- und PKW-Fahrer werfen ihre Essensreste aus dem Fahrzeug und der Essensgeruch lockt die Straßenhunde am frühen Morgen, wenn noch nicht viel Verkehr ist, auf den Mittelstreifen. Bei starkem Verkehr können sie diesen dan nicht wieder verlassen. Sie sind dann den ganzen Tag auf dem Mittelstreifen gefangen und oft ungeschützt der glühenden Sonne ausgesetzt und beginnen einen endlosen Trott entlang des Streifens ohne irgendwo hin zu geraten. Oft überleben die Tiere den Tag nicht und werden angefahren, bevor sie den Streifen des Nachts wieder verlassen können.
Weil es schon spät in der Nacht war, konnten wir Amy retten. Als wir sie ins Auto brachten sahen wir, dass sie auf einem Bein nicht mehr richtig laufen konnte. Sie war wohl leicht angefahren worden, hatte aber großes Glück gehabt.
Als wir sie zum Tierarzt brachten, bestätigte dieser, dass sie ein verletztes Bein hatte, aber nichts ernstes. Abgesehen von einem schwachen Allgemeinzustand - Straßenhunde leben von ungesundem Abfall - ging es ihr bemerkenswert gut. Amy ist jetzt wieder völlig gesund. Anfangs war Amy sehr scheu, doch das hat sich wieder gegeben; wahrscheinlich war es eine Folge der Gefangenschaft auf dem Highway und sie hat jetzt ein fröhliches Wesen.
Bitte ziehen Sie in Erwägung, Amy ein liebendes Zuhause zu geben, nachdem sie dieser Todesfalle entronnen ist, die die Leben von so vielen Straßenhunden hier fordert, deren tote Körper man immer wieder auf dem Highway sieht. Sie wird ein fröhlicher und dankbarer Begleiter sein.